Der Elektroauto-Gigant Tesla steckt in einer beispiellosen Krise: Seine Umsätze brachen im ersten Quartal 2025 ein und verzeichneten damit den stärksten Rückgang in der Unternehmensgeschichte. Der am 29. März 2025 gemeldete Einbruch fällt mit einem Sturm der Entrüstung zusammen, der von CEO Elon Musk ausgelöst wurde. In einem Podcast-Interview erklärte er angeblich, er würde keine Tesla-Fahrzeuge an die LGBT-Community verkaufen. Die Aussage, die in einem durchgesickerten Clip auftauchte, verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien und löste Empörung, Boykotte und einen starken Kursverlust aus. Analysten schätzen einen Umsatzrückgang von 40 % in wichtigen Märkten. Autohäuser in Städten wie San Francisco und Berlin melden nahezu leere Parkplätze.

Die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten. Interessengruppen verurteilten Musk und warfen ihm vor, eine bedeutende Kundenbasis zu verprellen – in einer Zeit, in der Inklusivität Markentreue fördert. Hashtags wie #BoycottTesla waren weltweit im Trend, und Prominente und Influencer forderten ihre Follower auf, ihre Model Ys und Cybertrucks abzuschaffen. Teslas Konkurrenten wie Rivian und BYD nutzten die Gelegenheit und warben in gezielten Anzeigen für ihr Engagement für Vielfalt. „Das ist nicht nur ein PR-Desaster – es ist eine selbstverschuldete Wunde“, sagte Automobilanalystin Sarah Kline. Das Unternehmen, einst ein Liebling progressiver Technikbegeisterter, steht nun vor einer Abrechnung, da seine Kundendemografie auseinanderbricht.

Musk, der nie nachgibt, reagierte am 30. März in einem Late-Night-X-Post auf den Aufruhr. „Es ist nur ein Missverständnis“, schrieb er. „Ich meinte nur, dass ich mich nicht an irgendeine Gruppe anbiedern werde, um Verkäufe zu erzielen. Tesla ist für alle, die die Zukunft fahren wollen – Punkt.“ Er behauptete, der Podcast-Ausschnitt sei aus dem Kontext gerissen worden und betonte, es gehe ihm um die Ablehnung von identitätsbasiertem Marketing und nicht um den Ausschluss von Käufern. „Mir ist egal, wer du bist, aber erwarte nicht, dass ich irgendjemandem den Ring küsse“, fügte er hinzu und bekräftigte damit seine typische Trotzhaltung. Diese Klarstellung beruhigte zwar einige Anhänger, trug aber wenig dazu bei, die allgemeine Wut zu beruhigen.

Der Vorfall hat die Schwachstellen in Teslas Marke offengelegt. Einst unantastbar, bedroht Musks polarisierende Persönlichkeit – gelobt für Innovationen, kritisiert für Provokationen – nun das von ihm aufgebaute Imperium. Verkaufszahlen zeigen einen starken Rückgang bei jüngeren, städtischen Käufern, einer Bevölkerungsgruppe, die sich mit LGBT-Unterstützungsnetzwerken überschneidet, während seine Kernbasis aus technikaffinen Libertären unerschütterlich bleibt. „Elon spielt ein gefährliches Spiel“, bemerkt Marktstratege Tom Rivera. „Er setzt darauf, dass seine Kultanhängerschaft den Exodus der breiten Masse überwiegt.“ Der Tesla-Vorstand schweigt derweil, was Spekulationen über interne Panik anheizt.
Ob dies einen Wendepunkt für Tesla oder einen vorübergehenden Sturm markiert, hängt von Musks nächstem Schritt ab. Im Moment beobachtet die Welt, wie der CEO durch einen selbst verursachten Strudel navigiert, dessen Worte weit über den Ausstellungsraum hinaus nachhallen.