Nadals Wünsche. Etwas, was einem der Topstars im Herrentennis nicht gelang

Carlos Alcaraz, der junge spanische Tennisstar, hat kürzlich in einem Interview eine ambitionierte Vision für seine Karriere geäußert, die an die beeindruckende Langlebigkeit von Novak Djokovic erinnert. Der 21-Jährige, der bereits als einer der besten Spieler seiner Generation gilt, erklärte, dass er hoffe, bis zum Alter von 38 Jahren auf höchstem Niveau spielen zu können – genau wie der serbische Rekordhalter, der mit 37 Jahren immer noch die Weltrangliste dominiert. „Ich hoffe, dass ich so wie Djokovic und andere erfahrene Spieler mit 37 oder 38 Jahren noch gut spielen kann“, sagte Alcaraz. „Aber zunächst konzentriere ich mich auf die nächsten fünf Jahre, darauf, meinen Körper und mein Spiel gut zu pflegen, um so langlebig zu sein wie die großen Vorbilder.“ Diese Aussage zeigt nicht nur seinen Respekt vor den Legenden des Sports, sondern auch seinen Wunsch, ein Ziel zu erreichen, das selbst einem der größten Topstars im Herrentennis, Rafael Nadal, nicht vollständig gelang: eine konstante Spitzenkarriere bis weit in die späten 30er hinein.

Alcaraz, oft als „kleiner Nadal“ bezeichnet, hat bereits in jungen Jahren Erfolge erzielt, die an die frühen Triumphe seines Landsmanns erinnern. Mit zwei Grand-Slam-Titeln (US Open 2022 und Wimbledon 2023) und einer dynamischen Spielweise hat er sich als ernsthafter Anwärter auf den Thron des Herrentennis etabliert. Doch während Nadal mit 22 Grand-Slam-Titeln und einer unübertroffenen Dominanz auf Sand – insbesondere bei den French Open mit 14 Siegen – Geschichte schrieb, musste er sich einem Hindernis beugen, das Alcaraz nun vermeiden will: den ständigen Verletzungen, die Nadals Karriere immer wieder unterbrachen und letztlich dazu führten, dass er im November 2024 mit 38 Jahren im Davis Cup seine Laufbahn beendete. Nadals Wunsch, bis ins hohe Tennisalter konkurrenzfähig zu bleiben, wurde durch seinen Körper vereitelt – ein Schicksal, das Alcaraz mit seiner fokussierten Planung umgehen möchte.

Das Jahr 2025 war für Alcaraz bislang ein Auf und Ab. Seine Leistungen zeigen zwar immer noch sein enormes Potenzial, aber die Konstanz fehlt. Bei den Australian Open erreichte er die Viertelfinals, musste sich jedoch Novak Djokovic geschlagen geben, der einmal mehr seine Erfahrung und physische Stärke ausspielte. Auch beim Qatar Open schied Alcaraz überraschend im Viertelfinale gegen Jiri Lehecka aus, ein Resultat, das Fragen über seine aktuelle Form aufwarf. Sein bisheriger Höhepunkt des Jahres war der Titelgewinn beim ATP Rotterdam, wo er Alex de Minaur im Finale besiegte und bewies, dass er unter Druck liefern kann. Doch diese unregelmäßigen Ergebnisse stehen im Kontrast zu seinem Ziel, die Langlebigkeit und Beständigkeit von Djokovic zu erreichen – und unterstreichen die Herausforderung, die vor ihm liegt.

Nadal, dessen Karriere von Höhen und Tiefen geprägt war, ist ein warnendes Beispiel dafür, wie selbst die größten Talente durch körperliche Gebrechen eingeschränkt werden können. Der „König des Sandes“ litt über Jahre hinweg an verschiedenen Verletzungen, insbesondere am Fuß, wo er mit dem seltenen Müller-Weiss-Syndrom kämpfte. Trotz seines unglaublichen Kampfgeistes und seiner Fähigkeit, immer wieder zurückzukehren – etwa mit Triumphen bei den Australian Open und French Open 2022 im Alter von 36 Jahren – konnte er nie die kontinuierliche Präsenz an der Spitze aufrechterhalten, die Djokovic auszeichnet. Djokovic, der im Mai 2025 38 Jahre alt wird, hat es geschafft, seinen Körper durch eine akribische Pflege und Anpassung seines Spiels so fit zu halten, dass er weiterhin Grand Slams gewinnt und die Nummer 1 bleibt. Genau das ist es, was Alcaraz anstrebt – und was Nadal letztlich verwehrt blieb.

Die Parallelen zwischen Alcaraz und Nadal sind unverkennbar: Beide sind Spanier, beide haben einen aggressiven, physischen Spielstil, und beide wurden früh als potenzielle Nachfolger großer Legenden gefeiert. Doch während Nadal in seinen besten Jahren oft durch Verletzungen ausgebremst wurde, scheint Alcaraz entschlossen, dieses Schicksal zu vermeiden. „Ich will meinen Körper gut behandeln“, betonte er im Interview. „Das ist der Schlüssel, um lange dabei zu sein.“ Diese Worte könnten als indirekte Reflexion über Nadals Karriere verstanden werden, der selbst zugab, dass er in jungen Jahren nicht immer die richtigen Entscheidungen traf, wenn es um die Pflege seines Körpers ging. In einem früheren Gespräch äußerte Nadal einmal, dass er „vielleicht zu viel riskiert“ habe, was ihn über die Jahre viele Turniere kostete.

Der Weg, den Alcaraz einschlägt, ist jedoch nicht ohne Risiken. Die moderne Tenniswelt ist intensiver denn je, mit einem dicht gepackten Kalender und einer neuen Generation von Spielern wie Jannik Sinner und Holger Rune, die ebenfalls um die Spitze kämpfen. Djokovic selbst bleibt ein Maßstab, den es zu überwinden gilt – ein Spieler, der nicht nur physisch, sondern auch mental eine Klasse für sich ist. Für Alcaraz wird es entscheidend sein, nicht nur seine Explosivität und Kraft zu bewahren, sondern auch die Weisheit zu entwickeln, die Djokovic über zwei Jahrzehnte an der Spitze gehalten hat. Nadals Karriere zeigt, dass Talent allein nicht reicht, wenn der Körper nicht mithält.

Die Frage bleibt: Kann Alcaraz seinen Traum verwirklichen und etwas erreichen, das selbst Nadal nicht gelang – eine Karriere bis Ende 30 auf höchstem Niveau ohne die ständigen Rückschläge? Seine Entschlossenheit und sein bisheriger Erfolg lassen darauf hoffen, doch die Realität des Profisports ist unbarmherzig. Während Nadal als einer der größten Spieler aller Zeiten in die Geschichte eingeht, könnte Alcaraz mit der richtigen Balance aus Ehrgeiz und Fürsorge derjenige sein, der dieses unerfüllte Kapitel der spanischen Tennisgeschichte zu Ende schreibt. Für den Moment bleibt sein Blick auf die nächsten fünf Jahre gerichtet – ein erster Schritt auf einem Weg, der ihn vielleicht bis 2041 an die Spitze führen könnte, im Schatten der Giganten wie Djokovic und mit dem Vermächtnis Nadals im Rücken.

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